Sommerschnitt Frage 234:
Ich lese immer wieder einmal etwas von einem "Sommerschnitt" bei Rosen. Was ist darunter zu verstehen?
Bei öfterblühenden Rosen schneidet man während der Saison laufend verwelkte Blüten ab. Das erspart der Pflanze die kräftezehrende Fruchtbildung. Stattdessen kann sie ihre ganze Energie in die Entwicklung neuer Blüten stecken.
Bei büschelblütigen Sorten verwelkt zunächst die zentrale Hauptblüte. Diese nimmt man einzeln heraus. Ist ein Blütenspieß komplett abgeblüht, schneidet man ihn mindestens auf das nächste vollständig ausgebildete Laubblatt zurück. Bei manchen Wuchsformen empfiehlt man als Sommerschnittmaßnahme sogar das Zurückstutzen der Seitentriebe bis auf wenige Augen. Je kräftiger das oberste Auge und der Trieb an der Schnittstelle sind - manche Fachleute empfehlen Bleistiftstärke - desto schneller wird er neue Blüten tragen.
Spät im Jahr ist jedoch kein Neutrieb mehr erwünscht, um die Frostfestigkit nicht zu gefährden. Ab August schneidet man daher nur noch die welken Blütenköpfe ab. Bei Sorten, die Hagebutten ausbilden, sollten Sie die letzten Blüten am Strauch lassen.